35. Wenn die Gottheit Christi geleugnet wird, weil der Vater der eine Gott ist, so ist der Vater auch nicht Herr, weil Christus der eine Herr ist.
S. 43 Zunächst einmal, du Irrlehrer, der du außerhalb des apostolischen Geistes lebst, sieh deine Torheit ein! Denn wenn du (dir) die Lehre von dem einen Gott deswegen zunutze machst, um Christus die Göttlichkeit zu nehmen ― weil man dort einen vereinzelten annehmen müßte, wo nur einer ist, und weil das Einer-sein demjenigen eigentümlich und ausschließlich zu eigen sei, der der eine ist ―: was wirst du denn davon lehren, daß Jesus Christus der eine Herr ist? Wenn nämlich nach deiner Meinung deswegen, weil nur der einzige Vater Gott ist, er dem Sohn kein Gott-sein gelassen hat, dann muß nach deiner Meinung ebenso auch der eine Herr Jesus Christus für Gott das Herr-sein nicht gelassen haben; denn das Einer-sein möchtest du ja dem als eigentümlich zuerkennen, der der eine ist. Wenn du also dem einen Herrn Jesus Christus das Gott-sein abstreitest, dann wirst du Gott dem Vater das Herr-sein abstreiten. Was wird dann aber an Kraft in Gott sein, wenn er nicht Herr sein wird, und was an Macht in dem Herrn, wenn er nicht Gott ist? Denn das Gott-sein wird erst durch das Herr-sein vollkommen, und das Herr-sein erst durch das Gott-sein begründet.
