54. Die Fülle der Gottheit in Christus.
[Forts. v. S. 61 ] Ich frage: Wessen Fülle der Gottheit ist denn in ihm? Wenn es nicht die des Vaters ist, welchen anderen Gott redest du, trügerischer Lehrer eines Gottes, mir auf, dessen Fülle der Gottheit in Christus wohne? Wenn es aber die des Vaters ist, dann zeige, wie diese Fülle leibhaftig in ihm wohnt! Denn wenn du in körperlicher Weise den Vater im Sohn (gegenwärtig) glaubst, so wird der Vater wegen seines Wohnens im Sohn nicht in sich selbst bestehen. Wenn aber, was doch eher der Fall ist, die in ihm bleibende Göttlichkeit die Tatsächlichkeit des göttlichen Wesens in ihm bezeichnet, das aus Gott stammt, da ja Gott in ihm ist, nicht durch Herablassung oder Willen (sgemeinschaft), sondern vermöge der Zeugung in Wahrheit und Ganzheit in seiner eignen leibhaftigen Fülle bleibt, da ja sein eigenes Sein durch die Geburt Gottes auch als Gott geboren wurde; da es auch nicht in Gott etwas Getrenntes und Verschiedenes gibt von dem, was leibhaftig in Christus wohnt; und da eben dasjenige, was leibhaftig innewohnt, gemäß der Fülle der Gottheit gegenwärtig ist: wozu strebst du danach, Menschliches zu finden? Wozu hängst du dich an die Lehren nichtiger Täuschungen? Wozu bringst du mir (dein Gerede von) Gleichsinnigkeit, Einhelligkeit, Geschöpflichkeit bei?
Die Fülle der Gottheit wohnt in Christus leibhaftig.
