42. Der Menschensohn gibt das ewige Leben.
In den Evangelien hatte der Herr nämlich gesagt: „Müht euch um eine Speise, nicht um eine solche, die zugrunde geht, sondern um eine Speise, die zum ewigen Leben fortdauert, die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott der Vater mit dem Siegel beglaubigt. Sie sagten also zu ihm: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken? Und er sagte ihnen: Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat.”1
Indem der Herr das Geheimnis seiner Körperhaftigkeit und Göttlichkeit auseinanderlegte, hat er auch die S. 50 Lehre unseres Glaubens und Hoffens dadurch ausgesprochen, daß wir um eine Speise uns bemühen sollten, die nicht zugrunde ginge, sondern bis in Ewigkeit fortdauern würde; daß wir uns dessen bewußt bleiben sollten, diese Speise der Ewigkeit werde uns vom Menschensohn gegeben; daß wir es wissen sollten, der Menschensohn sei von Gott-Vater mit dem Siegel beglaubigt, um den Glauben an seinen Gesandten als Gottes Werk für uns erkennbar zu machen.
Wer ist denn der Gesandte des Vaters? Derjenige doch, den Gott mit dem Siegel beglaubigt hat. Und wer ist es, den Gott mit dem Siegel beglaubigt hat? Sicherlich doch der Menschensohn, der uns nämlich die Speise des ewigen Lebens gibt. Und wer sind endlich diejenigen, denen er sie gewährt? Diejenigen doch, die um eine Speise sich bemühen werden, die nicht zugrunde geht. Was aber die Bemühung um die Speise ist, eben das gleiche ist die Wirksamkeit Gottes, nämlich an seinen Gesandten geglaubt zu haben. Das aber sagt der Menschensohn. Und auf welche Weise wird der Menschensohn die Speise des ewigen Lebens geben? Doch das Geheimnis seines eigenen Heiles kennt nicht, wer nicht weiß, daß der Menschensohn die Speise zum ewigen Leben gibt und dazu vom Vater mit dem Siegel beglaubigt sei.
Hier frage ich nun, wie man es zu verstehen habe, daß der Menschensohn von Gott dem Vater mit dem Siegel beglaubigt sei.
Joh. 6, 27―29. ↩
