10. Vom Klauser Patroclus
In dem Gebiet von Bourges lebte ein Klausner mit Namen Patroclus, der die Weihe als Priester erhalten hatte, ein Mann von ausnehmender Heiligkeit und Frömmigkeit und außerordentlicher Enthaltsamkeit, der häufig wegen seines strengen Fastens große Beschwerden litt. Wein, Apfelmost oder irgendein berauschendes Getränk trank er nicht, sondern nur Wasser mit ein wenig Honig versüßt. Auch Fleisch und Gemüse aß er nicht, nur Brot in Wasser geweicht und mit Salz bestreut. Seine Augen wurden niemals dunkel(4) Er war beständig im Gebet, und wenn er es auf kurze Zeit unterließ, so las er etwas oder schrieb. Denen, die am Fieber oder an Geschwüren und anderen Krankheiten litten, gewährte er oft durch seine Fürbitte Hilfe. Auch tat er viele andere Zeichen, die hier einzeln aufzuzählen zu weit führen würde. Das S. 20 härene Gewand trug er inttner auf dem bloßen Körper(1) Im achtzigsten Jahve schied er von dieser Welt ab und ging zu Christus heim. Auch über sein Leben haben wir eine Schrift geschrieben(2).
