37. Von dem Bischofe Martinus von Galacien
Zu dieser Zeit starb auch der heilige Martinus, Bischof von Galicien, und großes Wehklagen folgte ihm unter dem Volke. Er war aus Pannonien gebürtig und von dort nach Osten gezogen, um die heiligen Stätten zu besuchen. In den Wissenschaften war er so ausgebildet, daß ihm keiner zu seiner Zeit gewachsen schien. Später kam er nach Galicien, wo er gerade damals, als die Reliquien des heiligen Martinus dorthin gebracht wurden, zum Bischof bestellt wurde. Nachdem er ungefähr dreißig Jahre sein Bistum bekleidet S. 73 hatte, ging er reich an guten Werken heim zum Herrn. Die Verse, die über der Türe auf der Mittagsseite an der Kirche des Helligen Martinus stehen, rühren von ihm her(1).
