11. Wie die Könige zusammenkamen
König Gunthramn schloß hierauf einen Bund mit seinem Neffen und den Königinnen1 und als sie einander S. 18 beschenkt und die öffentlichen Angelegenheiten geordnet hatten, hielten sie zusammen ein Mahl. Da lobte König Gunthramn Gott den Herrn und sprach: „Ich danke dir von Herzen, allmächtiger Gott, daß du mich Söhne von meinem Sohne Childebert hast sehen lassen; denn nun glaube ich, daß deine Macht mich nicht verlassen hat, da du mir gewährtest, meines Sohnes Söhne zu schauen". — Damals unterwarfen sich auch Dynamius und Herzog Lupus wieder König Childebert(1) der sie in Gnaden aufnahm, und Königin Brunichilde erhielt Cahors zurück. Und so kehrten sie in Friede und Freude, abermals und abermals Gott dankend, nachdem sie die Verträge unterschrieben(2) sich gegenseitig beschenkt und geküßt hatten, ein jeder in seine Stadt zurück.
Brunichilde, Faileuba, ChildebertS Gemahlin, und Chlodosinda, seine Schwester, find gemeint. ↩
