14. Von dem Frieden zwischen Bischof Egidius und Herzog Lupus
Danach begab sich Bischof Egidius von Reims, der in Verdacht stand, auch an jenem Majestätsverbrechen Teil gehabt zu haben, um dessenwillen die erwähnten Männer(4) ihr Leben verloren hatten, mit großen Geschenken zu König Childebert und bat um Verzeihung, ließ sich aber vorher in der Kirche des heiligen Remigius einen Eid schwören, daß ihm auf dieser Reise kein Leid angetan werde. So empfing ihn der König S. 22 und entließ ihn dann in Frieden. Auch mit Herzog Lupus gelang es dem Bischof Frieden zu schließen, obwohl doch dieser einst auf sein Antreiben die herzogliche Gewalt in der Champagne, wie oben erzählt(1) verloren hatte. Hierüber wurde König Gunthramn sehr erbittert, denn Lupus hatte ihm versprochen, er werde niemals mit dem Bischof einen Frieden machen, da er ein offenkundiger Feind des Königs gewesen sei.
