29. Wie die Langobarden König Childebert um Frieden baten
König Childebert beschloß auf Einladung des Bischofs Sigibert von Momotiacus1 in dieser Stadt die Ostertage zu feiern. Sein älterer Sohn Theudebert erkrankte damals schwer an einer Halsgeschwulst, doch wurde er wieder gesund.
Inzwischen bot König Childebert sein Heer auf und wollte damit aufbrechen, um das Volk der Langobarden zu bekriegen. Die Langobarden schickten aber, als sie dies vernahmen, Gesandte an ihn mit Geschenken und sprachen: „Friede sei zwischen uns: vernichte uns nicht, und wir wollen uns dir unterwerfen und einen bestimmten Tribut zahlen. Auch wollen wir es uns nicht S. 48 verdrießen lassen, wo immer es not ist, gegen deine Feinde dir Hilfe zu leisten". Als König Childebert dies vernahm, sandte er Boten an König Gunthramn, die ihm mitteilen sollten, wozu sich die Langobarden erboten hatten. Und dieser war einem gütlichen Abkommen nicht zuwider und riet ihm, Frieden zu machen. Daher befahl König Childebert seinem Heere, halt zu machen, und sandte Boten an die Langobarden, daß sein Heer, wenn sie das, was sie versprochen, sestmachen wollten, wieder heimkehren solle. Aber sie erfüllten keineswegs ihr Versprechen.
Dieser Name wird bei Gregor noch einmal Vom Ruhm der Bekenner Kap. 62 genannt. Es ist nicht festzustellen, welchen Ort er damit gemeint hat. Wahrscheinlich hatten dort Bischöfe einer rheinischen Diözese ihren Sitz aufgeschlagen und der Name M. verdrängte dann für eine Zeit den der eigentlichen Hauptstadt der Diözese, die vielleicht durch die Barbareneinfälle verwüstet worden war. So wenigstens Longnon 620 ff. ↩
