11. Vom Kaiser Avitus
Avitus, ein Mann von vornehmem Stande1 und, wie hinreichend bekannt ist, ursprünglich ein Bürger von Arvern, hatte sich aus Ehrgeiz auf den kaiserlichen Thron geschwungen 458 und gedachte nun ein üppiges Leben zu führen, aber er wurde vom römifchen Senat gestürzt und dann zum Bischof von Piacenza bestellt. Da er jedoch in Erfahrung brachte, daß der römische Senat noch immer Groll gegen ihn hege u«nd ihn des Lebens berauben wolle, machte er sich auf die Flucht und ging mit vielen Geschenken nach der Kirche des heiligen Julianus, des Märtyrers von Arvern. Unterwegs aber starb er und sein Leib wurde nach Brioude2 gebracht und zu den Füßen des heiligen Julianus begraben. Es folgte ihm als Kaiser Marti457 anus3; in Gallien aber erhielt den Oberbefehl über die Trnppen Aegidius, ein Römer4.
