30. Vom Kriege gegen die Alamannen
Die Königin aber ließ nicht ab in ihn zu dringen, daß er den wahren Gott erkenne und ablasse von den Götzen, aber auf keine Weise konnte er zum Glauben bekehrt werden, bis er endlich einst mit den Alamannen in einen Krieg geriet: da zwang ihn die Not, zu bekennen, was sein Herz vordem verleugnet hatte. Als die beiden Heere zusammenstießen, kam es zu einem gewaltigen Blutbad, und Chlodovechs Heer war nahe daran, völlig vernichtet zu werden. Als er das sah, erhob er seine Augen zum Himmel, sein Herz wurde gerührt, seine Augen füllten sich mit Tränen und er sprach: »Jesus Christ, Chrodichilde sagt, du seiest der Sohn des lebendigen Gottes, Hilfe sollst du den Bedrängten, Sieg geben denen, die auf dich hoffen —ich flehe dich demütig an um deinen mächtigen Beistand. Gewährst du mir jetzt den Sieg über diese meine Feinde und erfahre ich so jene Macht, die das Volk, das deinem Namen sich weiht, an dir erprobt zu haben rühmt, so will ich an dich glauben und mich taufen lassen auf deinen Namen. Denn ich habe meine Götter angerufen, aber, wie ich erfahren, sie haben mich verlassen mit ihrer Hilfe. Jch meine daher, ohnmächtig sind sie, da sie denen nicht helfen, die ihnen dienen. Dich nun rufe ich an, und ich verlange, an dich zu glauben. Nur entreiße mich erst aus der Hand meiner Widersacher« Und da er solches sprach, wandten die Alamannen sich, und fingen an, zu fliehenAls« sit? aber ihren König getötet sahen, unterwarfen sie sich Chlodvvech1 und sprachen: »Laß, wir bitten dich, nicht noch Mehr des Volkes umkommen; wir sind ja dein« Da tat er dem Kampfe S. 107 Einhalt, brachte das Volk in seine Gewalt und kehrte in Frieden heim. Der Königin aber erzählte er, wie er Christi Namen angerufen und so den Sieg gewonnen habe. Das geschah im fünfzehnten Jahr seiner Regierung.
De: süddstriche Teil Aramauuieus begab sich unter den Schutz des OstgOtEUkönigs Theoderich und wurde erst 536 an die Franken abgetreten. Von Chlodvvkch unterworfen wurden die alamannischen Striche auf dem linken Rhetnufer unddle Gegenden vom Neckar bis zum untern Main. Letztere wurden seitdem ganz fratlklschi ↩
