3. Bei den Arianern ist der Geist der Propheten und der Evangelien miteinander in Widerspruch.
S. 281 Für keinen besteht aber ein Zweifel darüber, daß die Belegstellen des Falschglaubens denen des rechten Glaubens zuwiderlaufen und widerstreiten und daß man nicht in rechtgläubiger Weise aufnehmen könne, von dem man erkennt, daß es in falschgläubiger Weise aufgenommen worden sei. (Das geht so weit,) daß jetzt entweder diese neuen Verbesserer des apostolischen Glaubens den Geist des Evangeliums und der Propheten im Zwiespalt auseinanderbringen und als widerstreitend teilen, oder daß diese in anderer Weise als Propheten gelehrt und diese in anderer Weise (als Apostel) verkündet haben. Denn Salomon ruft uns doch zur Hochschätzung der Schöpfung; Paulus dagegen tadelt uns, wenn wir der Schöpfung dienen. Das scheint ihnen nach ihrem falschgläubigen Sinn gewiß nicht zusammenzustimmen: daß der Apostel durch das Gesetz belehrt und durch Vorherbestimmung ausgesondert sei,1 daß er durch Christus spricht, der in ihm spricht,2 daß dieser (selbe Paulus) das Prophetenwort nicht gekannt oder es trotz seiner Kenntnis zunichte gemacht habe, und daß er die Geschöpflichkeit Christi nicht kennt, den er doch den Schöpfer genannt hat,3 und daß er die Anbetung der Schöpfung verboten hat, der doch durch sein Wort zum Dienst des alleinigen Schöpfers gemahnt hat: „Sie haben die Wahrheit Gottes zur Lüge verkehrt, sie haben der Schöpfung gedient und den Schöpfer übergangen, der hochgepriesen ist in alle Ewigkeit.”4
