17. Weder ist der Eingeborene einmal nicht gewesen, noch entstammt er dem Nichts.
Für den eingeborenen Gott jedoch, für den es keine frühere Zeit gibt, folgt es nicht, daß er einmal nicht S. 293 gewesen ist. Denn eben dieses „einmal” ist ja schön früher, sodann ist ja das „Nicht-gewesen-sein” schon eine Beziehung auf die Zeit. Und nicht wird nach demjenigen die Zeit ihr Sein beginnen, sondern er nach der Zeit, dem eben dasjenige vorgezogen werden soll, worin er nicht bestanden hat, und zwar deswegen, weil er vor seiner Geburt kein Dasein gehabt hat.
Sodann kann man von demjenigen, der von dem Seienden geboren ist, nicht annehmen, er sei aus dem Nichtsein heraus geboren worden. Denn der Seiende ist ihm für sein Dasein der seinsmäßige Ursprung; nicht aber ist das Nichtsein Ursprung für seine Geburt. Er ist also nicht in der Weise in der Zeit, daß er einmal nicht gewesen ist, auch nicht in der Weise in seinem Vater, d. h. seinem Urheber, daß er aus dem Nichts heraus das Dasein gewonnen hat. Er läßt also keinen Anlaß zu der Behauptung frei, daß er entweder aus dem Nichts geboren wurde, oder daß er vor seiner Geburt nicht war.
