63. Zusammenfassung.
[Forts. v. S. 218 ] Weichen möge also alle Falschgläubigkeit, die ehrfurchtslos und des himmlischen Geheimnisses unmächtig ist! Sie weiß es nicht, daß Christus nicht für sich, sondern für uns weint, damit auch die übernommene Regung menschlichen Gewohntseins die Wirklichkeit der Menschannahme bekräftige. Sie kennt es nicht, daß Christus nicht für sich stirbt, sondern für unser Leben, um durch den Tod des unsterblichen Gottes das Leben der Sterblichen erneuert werden zu lassen. Sie erkennt nicht die Klage des Verlassenen, das Vertrauen des Herrschers, um dadurch, daß er als Gott herrscht und seinen Tod (als Mensch) beklagt, uns erkennbar zu sein, in seinem Tod als Mensch, in seiner Herrschaft als Gott. Kein anderer nämlich ist es, der stirbt und herrscht, und auch kein anderer, der den Geist anbefiehlt und aushaucht, ebensowenig ein anderer, der begraben wird und aufersteht, noch auch ist es nicht einer, der herabsteigt und hinaufsteigt.
