Zwei und dreißigstes Kapitel.
S. 175 1. Ohne Kriegsgeschäfte überließ er sich nun dem Vergnügen, und ließ dem Byzantinischen Volke aus der Staatskasse Getraide austheilen, welches dasselbige bis izt genießt. 2. An sehr viele unnütze Gebäude verschwendete er das Geld des Staats; ja er baute einige, welche bald hernach wiederum zusammenstürzten, weil sie wegen der Eilfertigkeit nicht feste genug errichtet waren. 3. Er brachte auch die längst bestandenen Staatsämter in Verwirrung. 4. Denn vormals waren zween Prätorische Präfekten (Obersten der Leibwache), welche ihr Amt gemeinschaftlich verwalteten; und unter deren Aufsicht und Befehl nicht nur die Leibwache gehalten wurde, sondern welchen auch die Sicherheit der Stadt und der Oberbefehl an den Gränzen anvertraut war. 5. Dieses Amt war das angesehenste nach dem Thron, besorgte die Getraidespende und bestrafte auf geziemende Weise die Vergehungen gegen die Kriegskunst.
