Fünf und dreißigstes Kapitel.
Seinen Sohn Konstantinus hatte er schon zum Cäsar bestellt, und mit ihm zugleich seine Söhne Konstantius1 und Konstans dazu ernannt; 2. und Konstantinopel erhob er zur außerordentlichen Größe einer Stadt, also daß von allen Gegenden, da die meisten auf ihn folgenden Kaiser dieselbige zu ihrem Aufenthalte wählten, sich eine unnöthige Menge Einwohner dahin sammelte, entweder des Kriegsdiensts oder des Handels oder anderer Beschäftigungen wegen; 3. aus welcher Ursache man die Stadt auch mit weit grössern Mauern umgab, als Konstantinus, sie errichten ließ; und die Häuser so enge zusammen bauen ließ, daß die Einwohner, sie mögen nun in ihren Häusern oder auf den Straßen seyn, sich im Gedränge befinden, und wegen der großen Menge der Menschen und Thiere man nicht ohne Gefahr auf den Straßen gehen kann. 4. Auch wurde kein S. 185 geringer Theil von dem sie umgebenden Meere zum Lande gezogen, indem man ringsum Pfähle einrammelte, und Häuser auf denselben errichtete, welche für sich allein hinreichten, eine große Stadt auszumachen.
Konstantius wurde zum Cäsar ernannt im Jahre 323. oder spätstens im folgenden; Konstans hingegen zehn Jahre später, wie Herr Reitemeier aus Tillemont anführet. ↩
