19.
[Forts. v. S. 83 ] Weiterhin hatte sich sodann Gottes wunderbare Macht geoffenbart in den zwei Wegführern, nämlich in der Wolkensäule, die bei Tag beschattete, und in der Feuersäule, die bei Nacht leuchtete; ferner in dem Brote, das in der Wüste gleich Regen fiel, und in dem Fleische, das vom Himmel gesandt wurde, wovon jenes den Bedürfnissen diente, dieses über die Bedürfnisse hinaus befriedigte, in dem Wasser, das hier aus Felsen geschlagen, dort versüßt wurde, in der Besiegung Amaleks, die durch das Gebet und die geheimnisvolle, mystische Ausstreckung der Hände erfolgte1, im Stillstehen der Sonne und des Mondes und in der Zurückdämmung der Jordanfluten, im Einsturz der Mauern durch den mit Erfolg wiederholten Umzug der Priester unter Trompetenschall, im Boden und Vlies, die abwechselnd befeuchtet wurden und trocken blieben, in der Kraft der Haare, die einer Heeresmacht gleichkam, in den wenigen auserwählten Mannen, die, weil sie das Wasser schlürften, mit dem Siege betraut wurden und, obwohl klein an Zahl, doch die Überzahl von Tausenden hoffnungsfreudig besiegten. Wozu soll ich alle Wunder aufzählen, welche Christus selbst während seines segensreichen Erdenlebens und seiner Menschwerdung und nach ihm und durch ihn seine heiligen Apostel und die heiligen Diener des Wortes gewirkt haben? Wieviele Schriften und Denkmäler wissen davon zu berichten!
Vgl. Exod. 17, 11 ff. Zu dieser Stelle erklärte schon Justin, Dialog 90, 4 f.: „Sooft Moses nur ein wenig seine Kreuzstellung aufgegeben hatte, wurde das Volk Israel besiegt; solange er jedoch seine Haltung beibehielt, wurde Amalek besiegt. Wenn das Volk stark war, war es stark durch das Kreuz. Denn nicht deshalb, weil Moses so betete, wurde das Volk Sieger, sondern deshalb, weil der Name Jesus (Josue) die Schlacht leitete und zugleich Moses sich die Gestalt des Kreuzes gab.“ Vgl. Justin, Dialog 11, 1; 131, 4; Barnabasbr. 12, 2. ↩
