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S. 91 Des Cäsaren (Gallus) Herrschaft und Leben haben ihr Ende gefunden. Was sich bis dahin zugetragen hatte, will ich mit Rücksicht auf den, der das Schicksal veranlaßte, und den, der ihm erlag, verschweigen1. Wenn ich auch ihre kirchliche Gesinnung anerkenne, kann ich doch ihre Verwegenheit nicht loben. Da sie als Menschen notwendig Sünder waren, kann man sie als solche gewiß nicht preisen; wir könnten allerdings auch in diesem Falle den einen in dem Punkte freisprechen, in welchem wir den anderen verurteilen. Sofort wird Julian Nachfolger seines Bruders in der Regierung, nicht aber in seiner religiösen Betätigung. Bald übernimmt er auch das Erbe dessen, der ihn teils freiwillig, teils ― nach einer für die ganze Welt schlimmen und verderblichen Niederlage ― vom Tode gezwungen zum Herrscher gemacht hatte.
D. i. mit Rücksicht auf Konstantius und Gallus. ↩
