Neunzehntes Kapitel. Theilung zwischen Gratianus und Valentinianus dem Jüngern.
[J. 375.] 1. Als Valentinianus todt war, bedachten die Feldherren, Merobaudes und Equitius1, daß S. 31 Valens und Gratianus weit entfernt waren — jener war im Morgenlande, dieser aber von seinem Vater in Gallien zurückgelassen worden — und befürchteten zugleich, die jenseits des Isters wohnenden Barbaren möchten in das, seines Regenten beraubte, Reich einfallen. Daher riefen sie den jungen Sohn des Valentinianus, den er mit der ehemaligen Gattin des Magnentius2 erzeugt hatte, und der mit seiner Mutter nicht weit entfernt war, zu sich, und führten ihn mit dem Purpurkleide in den Palast, ungeachtet er kaum im fünften Jahre stund. 2. Gratianus und Valentinianus theilten nach dem Gutbefinden derer, welche die Staatsgeschäfte entschieden — denn wegen ihrer Jugend herrschten sie nicht selbst — das Reich also, daß dem Gratianus die Völker Galliens und ganz Iberien, auch die Insel Britannien zufiel: Valentinianus aber sollte Italien, Illyrien und ganz Libyen besitzen.

Histoire Romaine | Comparer |
Neue Geschichte (BKV) |
Vorrede zum zweiten Band |
- Neue Geschichte (Historia nea)
- Erstes Buch
- Zweites Buch
- Drittes Buch
- Viertes Buch
- Inhalt des vierten Buches.
- Erstes Kapitel. Krankheit Valentinians ― Ankunft zu Konstantinopel und Ernennung des Valens zum Reichsgehülfen.
- Zweites Kapitel. Julians Freunde werden ihrer Aemter entsetzt.
- Drittes Kapitel. Verschiedene Anstalten und Gesetze des neuen Kaisers. ― Seine Rüstungen gegen die Barbaren.
- Viertes Kapitel. Charakter des Valens ― Aufruhr des Prokopius.
- Fünftes Kapitel. Anfang und erster Fortgang des Aufruhrs des Prokopius.
- Sechstes Kapitel. Prokopius besteigt den Thron, und hat Glück in Bithynien.
- Siebentes Kapitel. Prokopius verstärkt sich. Arbition wird zum Feldherrn gegen ihn ernannt.
- Achtes Kapitel. Niederlage und Tod des Prokopius ― Wuth des Valens gegen seine Anhänger und Freunde.
- Neuntes Kapitel. Krieg mit den Allemannen. ― Niederlage und Sieg der Römer.
- Zehntes Kapitel. Zurüstungen zum Kriege gegen die Gothen. ― Gute Anordnungen des neuen Präfekts, Auxonius.
- Eilftes Kapitel. Niederlage der Westgothen und Friede mit ihnen.
- Zwölftes Kapitel. Sicherung Galliens — Gedämpfter Aufruhr in Britannien — Gratian zum Nachfolger erklärt.
- Dreizehntes Kapitel. Der Krieg gegen die Perser wird träge geführt, und ein Thor, der Kaiser werden wollte, gestraft.
- Vierzehntes Kapitel. Anklagen wegen Zauberey, und ungerechte Bestrafung.
- Funfzehntes Kapitel. Weitere Verfolgung der Gelehrten.
- Sechzehntes Kapitel. Ausserordentliche Strenge des Kaisers gegen das Volk und Nachsicht gegen die Vornehmen. Empörung des Firmus ― Einfälle der Barbaren in Pannonien und Obermösien.
- Siebzehntes Kapitel. Valentinianus geht nach Pannonien, und stirbt vor Zorn.
- Achtzehntes Kapitel. Naturerscheinungen — Das Erdbeben verschont Athen — Sonderbare Ursache, die Z. davon angiebt.
- Neunzehntes Kapitel. Theilung zwischen Gratianus und Valentinianus dem Jüngern.
- Zwanzigstes Kapitel. Ankunft der Hunnen — Uebergang der Gothen über den Ister — Schändliches Betragen der Officiere des Valens.
- Ein und zwanzigstes Kapitel. Valens eilt gegen die Gothen. ― Sonderbare Erscheinung!
- Zwei und zwanzigstes Kapitel. Die Saracenische Reiterei thut gute Dienste ― Verlegenheit des Valens.
- Drei und zwanzigstes Kapitel. Sebastianus wird Oberfeldherr ― Seine glücklichen Anstalten ― er wird verleumdet.
- Vier und zwanzigstes Kapitel. Niederlage und Tod des Valens ― Gratianus wählt den Theodosius zum Mitkaiser im Oriente.
- Fünf und zwanzigstes Kapitel. Glänzender Sieg des Modares über die Gothen und die Befreiung Thrakiens.
- Sechs und zwanzigstes Kapitel. Vertheilung der Gothischen Jugend in Asien, und schröcklich treulose Ermordung derselben.
- Sieben und zwanzigstes Kapitel. Des Theodosius kostspielige und schädliche Vermehrung der Befehlshaberstellen bei dem Heere.
- Acht und zwanzigstes Kapitel. Verschwendung und Schwelgerei des Theodosius — öffentlicher Aemterverkauf.
- Neun und zwanzigstel Kapitel. Schlechter Zustand des Heers und der Städte.
- Dreißigstes Kapitel. Theodosius nimmt Barbaren in Sold, deren Menge ihn in Verlegenheit setzt.
- Ein und dreißigstes Kapitel. Die Barbaren überfallen den Theodosius, nützen aber ihren Sieg nicht.
- Zwei und dreißigstes Kapitel. Theodosius bittet den Gratianus um Hülfe. Seine Härte in Eintreibung der Abgaben.
- Drei und dreißigstes Kapitel. Gratianus schickt Hülfe — Theodosius fernere schlechte Regierung und Verfolgung des Heidenthums.
- Vier und dreißigstes Kapitel. Neuer Einfall der Barbaren in Griechenland.— Alarich flüchtet zu Theodosius. ― Verschiedene glückliche Vorfälle für den Kaiser.
- Fünf und dreißigstes Kapitel. Sieg des Promotus — Empörung des Maximus und Tod des Gratianus.
- Sechs und dreißigstes Kapitel. Von der den Röm. Königen und Kaisern übertragenen Pontifexwürde, und wie Gratianus sie ausschlug.
- Sieben und dreißigstes Kapitel. Gesandtschaft des Maximus an den Theodosius. Verfolgungen der Heiden.
- Acht und dreißigstes Kapitel. Ankunft der Prothinger (Grüthunger) am Ister, und Anstalten des Promotus gegen sie.
- Neun und dreißigstes Kapitel. Schlacht mit den Gruthungern und ihre Niederlage.
- Vierzigstes Kapitel. Tapferkeit des Gerontius gegen einige Barbaren bei Tomi, und Undankbarkeit des Theodosius gegen ihn.
- Ein und vierzigstes Kapitel. Aufruhr zu Antiochia in Syrien — Libanius und Hilarius Gesandte der Antiochener. ― Verzeihung und Gnade des Kaisers.
- Zwei und vierzigstes Kapitel. Verhandlungen zwischen Valentinianus II. und Maximus. List des letzteren, um über die Alpen zu gehen.
- Drei und vierzigstes Kapitel. Valentinianus flieht zum Theodosius, der den Krieg gegen den Maximus beschließt.
- Vier und vierzigstes Kapitel. Justina besiegt das Zaudern des Theodosius durch die Reize ihrer Tochter, Galla.
- Fünf und vierzigstes Kapitel. Gute Anordnungen des Kaisers. ― Verdächtige Barbaren bestraft. — Zug gegen den Maximus.
- Sechs und vierzigstes Kapitel. Maximus wird in Aquileja überfallen, gefangen, und hingerichtet.
- Sieben und vierzigstes Kapitel. Victor, des Maximus Sohn, wird bezwungen ― Andragathius stürzt sich ins Meer, und Valentinianus II. erhält sein Reich wieder.
- Acht und vierzigstes Kapitel. Thätigkeit des Theodosius, die übrig gebliebenen Räuber in Makedonien auszurotten.
- Neun und vierzigstes Kapitel. Die Barbaren überfallen den Kaiser im Schlafe. — Promotus kommt zu Hülfe, und rettet ihn.
- Funfzigstes Kapitel. Schilderung des Charakters des Theodosius.
- Ein und funfzigstes Kapitel. Charakter des Staatsministers, Rufinus. ― Meuchelmord des Promotus.
- Zwei und funfzigstes Kapitel. Rufinus verfolgt den Tatianus und Proklus. Dieser wird hingerichtet.
- Drei und funfzigstes Kapitel. Uebermuth des Arbogastes gegen den Valentinianus.
- Vier und funfzigstes Kapitel. Valentinianus II. wird getödtet, und Eugenius als Kaiser erklärt.
- Fünf und funfzigstes Kapitel. Anstalten des Theodosius zum Kriege gegen den Arbogast. ― Tod des Richomer.
- Sechs und funfzigstes Kapitel. Innerliche Gährung zwischen den Anführern der Barbaren.
- Sieben und funfzigstes Kapitel. Wahl der Feldherren und Aufbruch des Kaisers gegen den Eugenius.
- Acht und fünfzigstes Kapitel. Gänzliche Niederlage und Hinrichtung des Eugenius. Selbstmord des Arbogastes.
- Neun und fünfzigstes Kapitel.
- Fünftes Buch
- Sechstes Buch