56.
Dann mischt Celsus im folgenden Dinge zusammen, die unvereinbar sind, und vergleicht das mit einander, was sich nicht vergleichen läßt. Zu seiner Äußerung über die, wie er sagt, herabgestiegenen „sechzig oder siebenzig Engel“, aus deren Tränen nach ihm „die warmen Quellen“ entstanden sind, fügt er noch hinzu, dass „zu dem Grabe Jesu selbst nach dem Berichte der S. 513 einen zwei Engel gekommen seien, nach dem Berichte der andern aber nur einer“. Er hat, glaub' ich, nicht beachtet, dass, wenn Matthäus und Markus von einem Engel, Lukas und Johannes aber von zweien berichten, dieses keinen Widerspruch bedeutet. Denn die, welche nur von einem berichtet haben, reden von dem Engel, der „den Stein von dem Grabe weg wälzte“1 ; die aber von zweien sprechen, reden von denjenigen, die „in glänzendem Kleide“ bei den Frauen standen, die zum Grabe gekommen waren2 , oder von jenen, die drinnen „in weißen Gewändern sitzend“ geschaut wurden3 . Diese Dinge im einzelnen jetzt als möglich und wirklich nachzuweisen und in ihnen ein Sinnbild für die Erscheinungen zu sehen, die den für die tiefere Betrachtung der Auferstehung des Wortes Vorbereiteten zuteil werden, das gehört nicht in diese Darstellung, sondern ist vielmehr die Aufgabe der evangelischen Erklärungsschriften.
