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Dann wurde seine Überführung mit großer Sorgfalt vorgenommen. Denn der Erzbischof Euphemios fürchtete, die Leiche möchte vom Volke in Stücke gerissen werden, und ließ ihn deshalb in einen bleiernen Sarg legen, den die gläubige und hochedle Heraïs gleichfalls beschafft hatte. Diesen nahmen der allerheiligste Euphemios samt den hervorragendsten Würdenträgern auf die Schultern, und so trugen sie den kostbaren Leichnam ungefährdet den schneckenförmigen Abstieg hinunter. Als die Menge aber vor dem Eingang der Kapelle sich drängte, um sich segnen zu lassen, hielt das hölzerne Gerüst schließlich dem Druck nicht mehr stand und brach auseinander, und alle, die den Sarg trugen, fielen samt dem heiligen Leichnam zur Erde. Die Träger hatten aber durch die Gnade des Herrn keinen Schaden genommen und gaben nicht nach, sondern erwehrten sich des Ansturms der drängenden Menge wunderbar. Und bei diesen unzähligen Tausenden von Männern, Weibern und Kindern ist keinem einzigen irgend ein Unfall zugestoßen. Der Heilige aber wurde hineingetragen und nach seinem Worte unterhalb der heiligen Märtyrer beigesetzt.
