2.
Celsus stellt sich jetzt die Aufgabe, unsere Lehre deshalb anzugreifen, weil sie erklärt, die jüdischen Propheten verkündeten das voraus, was sich mit Christus Jesus zugetragen hat. Von seinen Meinungen wollen wir nun zunächst diese prüfen, dass „diejenigen, welche einen andern Gott“ neben dem der Juden einführten, durchaus nicht imstande seien, auf seine Einwürfe zu erwidern; während wir, die an demselben Gott wie jene festhielten, zu unserer Verteidigung zu den S. 641 Prophezeiungen über Christus unsere Zuflucht nähmen. Celsus bemerkt hierzu: „ Lasset uns sehen, wie sie eine Entschuldigung ausfindig machen werden. Die einen, welche einen anderen Gott einführen, werden keine vorbringen können, die andern aber, die denselben1 verehren, werden natürlich jenen weisen Ausspruch immer wiederholen: 'Es mußte so geschehen'; Beweis: `denn schon längst war dies vorhergesagt'.“ Hierauf wollen wir antworten: was Celsus kurz zuvor über Jesus und die Christen vorgebracht hat, ist so schwach, dass selbst diejenigen, welche einen anderen Gott einführen und dadurch gottlos handeln, die Behauptungen unseres Gegners ganz leicht widerlegen könnten. Wäre es nicht ungereimt, den schwachen Handhaben zur Annahme von schlechten Lehren zu geben, so hätten selbst wir dies getan, um die Unwahrheit der Behauptung nachzuweisen, dass diejenigen,„welche einen anderen Gott einführen“, sich gegen die von Celsus erhobenen Einwürfe nicht verteidigen könnten. So aber wollen wir jetzt nur die Sache der Propheten verteidigen und zu dem, was oben schon über sie gesagt ist, noch etwas hinzufügen.
wie die Juden ↩
