3.
Bevor wir weitergehen, wollen wir erwägen, ob wir nicht mit gutem Grunde den Ausspruvh gelten lassen dürfen: "Niemand kann zwei Herren dienen", dem diese Begründung folgt:" Denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben; oder er wird dem einen anhängen und den andern verachten", worauf dann noch der Satz folgt: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon". Die Verteidigung dieses Ausspruches führt uns zu einer gewissen tieferen und geheimnisvollen Lehre über "Götter" und "Herren". Denn die Heilige Schrift weiß, daß "der große Herr erhaben ist über alle Götter". Unter diesen aber haben wir nicht Götter zu verstehen, welche bei den Heiden angebetet werden, da wir gelernt haben, daß "alle Götter der Heiden Dämonen sind", sondern "Götter", von denen das Prophetenwort weiß, daß sie eine "Versammlung" bilden, und daß der Allmächtige Gott sie "richtet" und einem jeden von ihnen das ihm passende Werk zuweist. "Gott steht in der Versammlung der Götter," sagt nämlich die Schrift, "in ihrer Mitte aber wird er die Götter richten." Denn Gott ist der Herr der Götter", der durch seinen Sohn "die Erde vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang beruft". Wir werden auch angewiesen, "dem Gott der Götter Lob und Dank zu sagen", und wissen auch, daß "Gott kein Gott von Toten, sondern von Lebenden ist". Dies wird nicht nur in den angeführten Stellen, sondern auch in tausend andern gesagt.
