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Wir wollen nun sehen, welcher Worte sich Celsus bedient, um uns zu bestimmen von dem Götzenopferfleisch zu genießen und an den öffentlichen Opfern S. 759 bei „den Volksfesten“ teilzunehmen. Was er sagt, lautet so: „Wenn diese Götterbilder nichts sind, was ist es dann Schlimmes, sich an dem allgemeinen Festschmause zu beteiligen? Gibt es aber gewisse Dämonen, so gehören natürlich auch diese Gott an; deshalb muß man ihnen vertrauen und nach den Gesetzen opfern und Gebete darbringen, damit sie gnädig seien.“ Es wäre hierfür nützlich, den ganzen Abschnitt über „Götzenopfer“, der sich bei Paulus in dem ersten Brief an die Korinthier findet, zur Hand zu nehmen und zu erklären. Hier nimmt der Apostel auch dazu Stellung, daß „ein Götze in der Welt“ nichts ist, und weist den Schaden nach, der aus dem Genuß des Götzenopferfleisches entsteht, und zeigt denen, die jene Darlegungen verstehen können, daß ein Teilnehmer an den Götzenopfern durchaus nicht etwas Geringeres tut als ein Mörder, da er1 seine eigenen Brüder tötet, „für die Christus gestorben ist“. Hierauf stellt Paulus fest, daß „den Dämonen“ die Opfer dargebracht werden, und legt dar, daß „wer am Tische der Dämonen teilnehme“, „Genosse der Dämonen würde, und daß derselbe unmöglich “am Tische des Herrn und am Tische der Dämonen teilhaben könne".
Die Auslegung dieses Abschnittes im Korintherbriefe würde eine ganze Abhandlung mit ausführlichen Nachweisen erfordern; deshalb wollen wir uns mit diesen wenigen Darlegungen begnügen. Denn wer des Gesagte erwägt, wird darüber klar werden, daß, wenn auch „die Götzen nichts sind“, es doch auch in diesem Falle „schlimm ist, sich an dem allgemeinen Götzenopferschmause zu beteiligen“. Wir haben also deutlich genug auch über diesen Punkt gesprochen, daß, wenn es auch „einige Dämonen“ gibt, denen die Opfer dargebracht werden, wir an diesen nicht teilnehmen dürfen; denn wir wissen, welcher Unterschied zwischen „dem Tische des Herrn“ und „dem Tische der Dämonen“ besteht, und S. 760 tun in dieser Erkenntnis alles, um immerwährend „Tischgenossen Gottes“ zu sein, und hüten uns in jeser Weise davor, daß wir jemals "an dem Tische der Dämonen Anteil nehmen.
hierdurch ↩
