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Verlangt aber Celsus von uns, daß wir „zur Verteidigung des Vaterlandes“ auch „die Führung von Truppen“ übernehmen, so mag er wissen, daß wir auch dieses tun, und zwar nicht in der Absicht, um von den Menschen gesehen zu werden und bei ihnen eitlen Ruhm zu ernten. Denn im Verborgenen und in unserm Herzensinnern sind die Gebete, die, wie von Priestern, von uns für das Wohl unserer Mitbürger zum Himmel emporgesandt werden. Die Christen aber erweisen ihrem Vaterlande mehr Wohltaten als die übrigen Menschen. Denn sie unterrichten die Bürger und lehren sie fromm zu sein gegenüber dem über der Stadt waltenden Gott und heben diejenigen, welche in den kleinsten Städten ein sittlich gutes Leben geführt haben zu einer gewissen göttlichen und himmlischen Stadt empor. Zu diesen könnte man sagen: „Du bist in der kleinsten Stadt getreu gewesen, nun komm auch zu der großen“, wo „Gott in der Versammlung der Götter steht und in ihrer Mitte die Götter richtet“, indem er auch dich ihnen beizählt, „wenn du nicht mehr stirbst wie ein Mensch und nicht mehr fällst wie einer von den Fürsten“.
