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S. 775 Celsus vergißt dann, daß er zu Christen redet, die die einzigen sind, welche nur zu Gott durch Jesus beten; Er vermischt die Sitten anderer Leute mit den christlichen und schreibt sie ohne Grund den Christen zu indem er sagt: „Wenn man sie mit barbarischen Namen benennt, so werden sie Macht haben, wenn aber mit griechischen oder lateinischen, dann nicht mehr.“ Denn er mag zeigen, wen wir „mit barbarischen Namen benennen“, in der Absicht, ihn zum Beistand herbeizurufen. Daß diese Beschuldigung des Celsus wider uns unberechtigt ist, davon mag sich jeder überzeugen, der bedenkt, daß die meisten Christen in ihren Gebeten nicht einmal die Namen gebrauchen, welche in den heiligen Schriften Gott gegeben werden. Die Griechen verwenden griechische Namen, die Römer lateinische, und so betet ein jeder in seiner eigenen Mundart zu Gott und preist ihn, wie er kann. Und der Herr aller Mundarten hört die in jeder Mundart Betenden, indem er sozusagen nur eine Sprache in den Wortzeichen hört, die sich aus den verschiedenartigen Mundarten deutlich ergibt. Denn der über allen waltende Gott ist nicht einer von denen, die irgendeine „barbarische oder griechische Mundart“ zugeteilt bekommen haben und die übrigen nicht weiter verstehen, oder die in andern Mundarten Redenden nicht weiter beachten [wollen].
