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S. 771 Aber auch "Erstlingsopfer" will Celsus den Dämonen weihen; wir aber wollen sie dem weihen, der gesprochen hat: "Die Erde lasse Gras zur Weide sprossen, das Samen macht nach seiner Art und Gleichheit, und Fruchtbäume, die Früchte tragen, in denen selbst ihr Same ist nach ihrer Art auf der Erde!" Zu ihm, dem wir die "Erstlingsopfer darbringen", senden wir auch unsere "Gebete" empor, "da wir einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gedrungen ist, Jesus, den Sohn Gottes", und halten an diesem Bekenntnis fest", "solange wir leben", da wir "die Menschenfreundlichkeit" Gottes und seines eingeborenen Sohnes, der in Jesus uns erschienen ist, an uns "erfahren".
Wenn wir aber auch eine Menge solcher Wesen begehren, deren "Menschenfreundlichkeit" wir an uns "zu erfahren" wünschen, so lesen wir in der Schrift, daß "tausendmal tausend neben ihm standen und zehntausendmal zehntausend ihm dienten". Diese betrachten diejenigen als ihre Verwandten und Freunde, welche ihre Frömmigkeit gegen Gott nachzuahmen bestrebt sind, und wirken zum Heile derer mit, die Gott anrufen und in rechter Weise zu ihm beten; sie erscheinen unter ihnen und meinen, sie müßten ihnen willfahren und wie nach einer Verabredung zu ihnen kommen, um denen Gutes zu erweisen und Heil zu bringen, die zu Gott beten, zu dem auch sie beten. Denn "sie sind alle dienstbare Geister, abgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ereerben sollen." Die Weisen der Griechen mögen nun immerhin sagen, die menschliche Seele sei von Geburt an "Dämonen zu Aufsicht gegeben"; uns aber hat Jesus gelehrt, auch nicht "die Kleinen" in der Kirche zu verachten, indem er sprach: "Ihre Engel schauen allezeit das Angesicht S. 772 meines Vaters, der in den Himmeln ist." Und in dem Propheten lesen wir: "Ein Engel des Herrn wird sich rings um die lagern, die ihn fürchten, und sie erretten."
Wir bestreiten also nicht, daß es viele Dämonen auf Erden gibt, sonden wir behaupren, daß sie vorhanden sind und in den Bösen wegen der Schlechtigkeit derselben wirken können, aber denen gegenüber nichts vermögen, welche "die Waffenrüstung Gottes angezogen" und Kraft empfangen haben, um "gegen die Schliche des Teufels bestehen" zu können, welche stets an das Ringen mit jenen Gewalten denken, weil sie wissen, daß "wir nicht gegen Blut und Fleisch zu kämpfen haben, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Mächte, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die Geisterwesen der Bosheit in der Himmelswelt".
