10.
Ohne Begründung und ohne Beweis, wie dies seine Gewohnheit ist, beschuldigt uns Celsus hierauf wieder, „wir redeten von Gott ohne alle Ehrfurcht und Scheu“, „Es ist nun ganz klar“, sagt er, „dass sie ohne alle Ehrfurcht und Scheu von Gott so reden“, und glaubt, dass wir dies täten, „um die unwissenden Leute zu erschrecken“, aber über „die Strafen“, die wir als notwendig „für die Sünder“ bezeichneten, „nicht die Wahrheit sagten“. Deshalb vergleicht er uns mit den Leuten, „die bei den Bakchischen Weihen die (bekannten) Erscheinungen und Schreckbilder vorführen “ Ob es nun über „die Bakchischen Weihen“ irgendeine glaubwürdige Lehre oder keine solche gibt, darüber mögen die Griechen Aufschluß geben, und Celsus und seine Gesinnungsgenossen mögen sich an diese wenden. Wir aber haben nur unsere Lehren zu verteidigen und sagen: Es ist unsere Aufgabe, das menschliche Geschlecht besser zu machen, (und wir suchen dies zu erreichen) teils S. 308 durch Androhung von Strafen, die nach unserer Überzeugung für das Weltganze notwendig und vielleicht auch denen, die sie erleiden werden, nicht ohne Nutzen sind, teils durch Verheißung des seligen Lebens im Reiche Gottes für die, welche tugendhaft gelebt haben und würdig sind, Gott zum Könige zu besitzen.
