1. Kapitel1
Dem teuersten und geliebtesten Cyprianus entbieten Felix, Jader und Polianus samt den Presbytern und allen, die mit ihnen im Bergwerk von Sigus weilen, ewigen Gruß in Gott.
Wir erwidern, teuerster Bruder, deinen Gruß durch den Subdiakon Herennianus und unsere tapferen Brüder Lucanus und Maximus, die dank deinen Gebeten unversehrt sind. Von ihnen haben wir als Spende eine beträchtliche Geldsumme erhalten nebst deinem Brief, den du geschickt und in dem du uns als deine Söhne mit himmlischen Worten zu stärken geruht hast. Wir haben Gott, dem allmächtigen Vater, durch seinen Gesalbten Dank dafür gesagt und tun es noch, weil wir uns durch deinen Zuspruch so gestärkt und gekräftigt fühlen, und bitten dein treues Herz, du mögest in S. 406 deinen ständigen Gebeten gütigst unser gedenken, damit der Herr euer und unser Bekenntnis, das er gnädig uns zuteil werden ließ, zur Vollendung gelangen läßt.
Grüße alle, die bei dir weilen!
Wir wünschen dir, teuerster Bruder, Wohlergehen in dem Herrn!
[Ich, Felix, habe es geschrieben.] Ich, Jader, habe unterschrieben; ich, Polianus, habe es gelesen. Meinen Herrn Eutychianus2 grüße ich.
Inhalt des Briefes 79: Dieses dritte, kurze, stilistisch etwas plumpe Antwortschreiben auf Cyprians Trostbrief (76) stammt von den Bekennern, die in den Metallgruben von Sigus (Dieser numidische Ort lag an der Straße zwischen Cirta und Macomades.) schmachten. Außer dem Verfasser Felix sind auch Jader und Polianus noch unterzeichnet.Von den Sendboten des Bischofs ist der Akoluth Amantius hier nicht genannt; vielleicht ist er nicht so weit mitgegangen, denn diese Mine war von Karthago am weitesten entfernt. Geschrieben im Herbst 257. ↩
Dieser Gruß des Bischofs von Mileum, Polianus, gilt wahrscheinlich seinem numidischen Amtsgenossen Eutychianus, der schon in dem Synodalschreiben von 255 (Brief 70) genannt ist. Das Wort „Herr“ ist als Höflichkeitsformel in der Kaiserzeit üblich geworden (vgl. Seneca, Martial, Sueton); auch in Brief 21 und 22 der cyprianischen Sammlung findet sich die Anrede „Herr“. ↩
