1. Kapitel1
Cyprianus entbietet seinem Bruder Cornelius seinen Gruß.
Innigsten Dank, wir gestehen es, teuerster Bruder, haben wir Gott, dem allmächtigen Vater, und seinem Gesalbten, unserem Herrn und göttlichen Heiland, ohne Unterlaß gezollt, und wir zollen ihn immer noch, weil die Kirche derart in göttlichem Schutze steht, daß ihre Einheit und Heiligkeit weder beständig noch völlig durch hartnäckige Treulosigkeit und häretische Verkommenheit zu Schaden kommt. Wir haben nämlich euer Schreiben gelesen und jubelnd die herzlichste Freude darüber empfunden, daß unser gemeinsamer Wunsch in Erfüllung ging, und daß die beiden Bekenner, der Presbyter Maximus und Urbanus, samt Sidonius und Macarius in den Schoß der katholischen Kirche zurückgekehrt sind, das heißt, daß sie ihren Irrtum abgelegt, den schismatischen oder vielmehr häretischen Wahn verlassen und, in der Glaubenstreue gesundet, den Sitz der Einheit und Wahrheit wieder aufgesucht haben. So sind sie denn ruhmbedeckt dahin zurückgekommen, von wo S. 160 sie zum Ruhme ausgezogen waren; so haben also sie, die Christus schon bekannt hatten, Christi Heerlager nicht nochmals, verlassen, und diejenigen, die der Stärke und Kraft nicht erlegen waren, haben sich auch in ihrer Treue zur Liebe und Einheit nicht erschüttern lassen. Siehe, welch unversehrte und unbefleckte Reinheit des Ruhmes, siehe, welch unveränderliche und unerschütterliche Bekennerwürde ist es, daß sie von den Abtrünnigen und Flüchtlingen sich getrennt und die Verräter des Glaubens und Bekämpfer der katholischen Kirche verlassen haben! Mit Recht hat sie bei ihrer Rückkehr der Klerus und das Volk, die ganze Brüdergemeinde, wie ihr schreibt, mit höchster Freude empfangen, weil jeder sich selbst als Genossen und Teilhaber ihres Ruhmes betrachtet, wenn die Bekenner ihren Ruhm bewahren und zur Einheit zurückkehren.
Inhalt des Briefes 51: Auf die Freudenbotschaft von der Rückkehr der Bekenner (Brief 49) beglückwünscht Cyprian den römischen Bischof zu diesem frohen Ereignis und spricht die Hoffnung aus, daß auch die übrigen Schismatiker bald ihrem Beispiel folgen.Geschrieben im Jahre 251. ↩
