1. Kapitel1
Cyprianus entbietet den Presbytern, den Diakonen und dem gesamten Volke seinen brüderlichen Gruß.
Dankbar und freudig, geliebteste Brüder, muß man die göttlichen Wohltaten begrüßen, mit denen der Herr seine Kirche in unseren Zeiten zu verherrlichen und zu ehren geruht hat. Denn er hat seinen wackeren Bekennern und ruhmvollen Märtyrern die Freiheit geschenkt, damit S. 126 sie, die in so erhabener Weise Christus bekannten, danach als Diener der Kirche den Klerus Christi zierten. Frohlocket also und freuet euch mit uns, wenn ihr unser Schreiben lest, in dem ich und meine gerade anwesenden Amtsgenossen euch berichten, daß unser ebenso durch seinen Mut wie durch seinen Charakter ruhmreicher Bruder Celerinus2 nicht durch menschliche Wahl, sondern durch die göttliche Gnade in unseren Klerus eingereiht worden ist! Als er mit seiner Zustimmung zögerte, da wurde er in einer nächtlichen Erscheinung durch die Mahnung und Aufforderung der Kirche selbst dazu gedrängt, unseren Vorschlag anzunehmen. Sie (die Kirche) hatte mehr Macht über ihn und zwang ihn dazu; es wäre ja aber auch unrecht und ungehörig, wenn einer von kirchlichen Ehren ausgeschlossen bliebe, den der Herr mit der Würde himmlischen Ruhmes so sichtlich ausgezeichnet hat.
Inhalt des Briefes 39: Cyprian läßt Klerus und Gemeinde von Karthago wissen, daß er ebenso wie den Aurelius (vgl. Brief 38) nun auch den Celerinus, der sich gleich mehreren seiner Verwandten als Bekenner ganz besonders auszeichnete, zum Lektor ernannt hat und ihn auch später zum Presbyter aufrücken lassen will.Geschrieben im Jahre 250. ↩
Vgl. Brief 21, 22 und 37. ↩
