1. Kapitel1
Cyprianus entbietet seinen Gruß den Presbytern und Diakonen, seinen Brüdern.
Damit ihr wißt, teuerste Brüder, was für ein Schreiben ich an den in Rom tätigen Klerus gerichtet und welche Antwort sie mir erteilt haben und was des weiteren die Presbyter Moyses und Maximus und die Diakone Nikostratus und Rufinus sowie die übrigen mit ihnen in Haft befindlichen Bekenner in gleichem Sinne S. 107 mir auf meinen Brief erwidert haben2, so übersende ich euch Abschriften davon zur Einsicht. Tragt ihr gemäß eurer Umsicht möglichst Sorge dafür, daß sowohl unsere Schriftstücke als auch die betreffenden Rückantworten unseren Brüdern zur Kenntnis gelangen! Aber auch meine bischöflichen Amtsgenossen von auswärts oder die Presbyter und Diakone, die etwa zugegen sind oder gerade kommen, sollen dies alles von euch erfahren! Und wenn sie Abschriften von den Briefen anfertigen und zu den Ihrigen mitnehmen wollen, soll man ihnen die Gelegenheit dazu geben! Ich habe zwar auch unserem Bruder, dem Lektor Saturus, aufgetragen, er solle alle, die es wünschen, Abschriften nehmen lassen, damit in der einstweiligen Regelung der kirchlichen Zustände um jeden Preis von allen Seiten eine einheitliche, treue Übereinstimmung gewahrt bleibt. Über die anderen Angelegenheiten aber, die noch zu erledigen sind, wollen wir, wie ich schon den meisten meiner Amtsgenossen geschrieben habe, eingehender in gemeinschaftlicher Beratung verhandeln, sobald wir durch des Herrn Gnade wieder beisammen sind.
Ich wünsche euch, teuerste und ersehnteste Brüder, stetes Wohlergehen! Grüßet die Brüdergemeinde! Lebet wohl!
