1. Kapitel1
Cyprianus nebst seinen Amtsgenossen entbietet dem Bruder Lucius seinen Gruß.
Wir haben dich zwar, teuerster Bruder, erst neulich beglückwünscht, als dich die Gnade Gottes in der Verwaltung seiner Kirche einer doppelten Ehre würdigte und dich zugleich zum Bekenner und zum Bischof erhob. Aber nicht minder wünschen wir dir und deinen Begleitern sowie den Brüdern insgesamt auch jetzt wieder Glück dazu, daß der gütige und wirksame Schutz des Herrn euch mit dem gleichen Ruhm und Lob bedeckt wieder zu den Seinigen zurückkehren ließ. So erhielt die Herde den Hirten zurück, sie zu weiden, das Schiff den Steuermann, es zu lenken, und das Volk den Leiter, es zu regieren, und es wurde offenbar, daß Gott eure Verbannung nicht deshalb gestattete, damit der Kirche der verbannte und vertriebene Bischof fehle, sondern damit er noch größer zur Kirche zurückkehre.
Inhalt des Briefes 61: S. 247 Nachdem Cornelius in der Verbannung gestorben war, hatte man Lucius an seine Stelle gesetzt, der gleichfalls Rom verlassen mußte, nach einiger Zeit aber zur Freude seiner Gemeinde wieder in die Hauptstadt zurückkehren konnte.In dem vorliegenden Schreiben spricht ihm Cyprian zugleich im Namen der zur Herbstsynode 253 in Karthago versammelten Amtsgenossen die herzlichsten Glückwünsche aus zu seiner gottgewollten Rückkehr, die keineswegs seinen Ruhm schmälere.Nach einer Amtszeit von kaum acht Monaten starb Papst Lucius am 5. März 254.Geschrieben im Herbst 253. ↩
