1. Kapitel1
Cyprianus entbietet den Presbytern und Diakonen seinen brüderlichen Gruß.
Einwandfrei und entsprechend der kirchlichen Zucht habt ihr gehandelt, teuerste Brüder, indem ihr nach dem Beschluß meiner gerade anwesenden Amtsgenossen den Presbyter Gaius von Dida2 und seinen Diakon aus der Gemeinschaft ausgeschlossen habt. Denn obwohl sie, die mit den Gefallenen Gemeinschaft hielten und deren Opfergaben darbrachten, bei ihrem schlimmen Irrtum häufig betroffen und nach eurer Mitteilung wiederholt von meinen Amtsgenossen vor diesem Verhalten gewarnt wurden, so verharrten sie dennoch hartnäckig bei ihrer Anmaßung und Keckheit. So täuschten S. 111 sie einige Brüder unserer Gemeinde, für die wir auf möglichst nützliche Weise gesorgt wissen möchten und auf deren Wohl wir nicht in falscher Schmeichelei, sondern in aufrichtiger Treue bedacht sind, damit sie in wahrer Buße unter Seufzen und mit herzlichem Bedauern Gottes Verzeihung erflehen. Denn es steht geschrieben: „Gedenke, wovon du gefallen bist, und tue Buße3!“ und wiederum sagt die göttliche Schrift: „So spricht der Herr: Wenn du dich bekehrst und seufzest, dann wirst du gerettet werden, und du wirst wissen, wo du gewesen bist4.“
Inhalt des Briefes 34: Cyprian erklärt sich einverstanden mit der Ausschließung des Presbyters Gaius von Dida und seines Diakons, die trotz wiederholter Warnungen mit den Gefallenen Gemeinschaft hielten. Die gleiche Strafe empfiehlt er für dieses schwere Vergehen auch in Zukunft über die Schuldigen zu verhängen. Den Fall einiger Kleriker, die erst nach längerer Abwesenheit wieder zurückgekehrt sind, will er später erst selbst eingehend prüfen; einstweilen soll man ihre monatlichen Einkünfte zurückbehalten.Geschrieben im Jahre 250. ↩
Dida oder Didda ist nach Bayard vielleicht das heutige Djedeida (25 km von Tunis). ↩
Offenb. 2, 5. ↩
Is. 30, 15. ↩
