1. Kapitel1
Cyprianus entbietet seinen Brüdern, den Presbytern und Diakonen in Rom, seinen Gruß.
Während über den Hingang meines Amtsgenossen (Fabianus), dieses wackeren Mannes, bei uns noch ein ganz unsicheres Gerücht ging und man über die Glaubwürdigkeit noch stark im Zweifel war, erhielt ich von euch, teuerste Brüder, durch den Subdiakon Crementius den Brief, der mich ganz ausführlich über sein ruhmvolles Ende unterrichtete2, und ich freute mich herzlich darüber, daß ihm entsprechend seiner tadellosen Amtsführung nun auch ein ehrenvoller Heimgang beschieden war. Deswegen wünsche ich auch euch alles Glück dazu, weil ihr sein Gedächtnis durch ein so öffentliches und S. 28 glänzendes Zeugnis ehrt und uns durch euch eine Kunde wurde, die nicht nur für euch wegen des Andenkens an euren Vorgesetzten glorreich ist, sondern auch uns ein Vorbild im Glauben und in der Tugend bietet. Denn so verderblich der Sturz eines Vorstehers für den Fall der ihm Nachfolgenden werden kann, so nützlich und heilsam ist es umgekehrt, wenn der Bischof durch die Festigkeit seines Glaubens den Brüdern ein nachahmenswertes Beispiel gibt.
Inhalt des Briefes 9: Cyprian sendet dem Klerus von Rom seine herzlichsten Glückwünsche zu dem ruhmvollen Märtyrertod des Papstes Fabianus (Am 20. Januar 250.). Gleichzeitig schickt er den vorhergehenden Brief zurück, weil er Gründe zu haben glaubt, an seiner Echtheit zu zweifeln.Geschrieben im Jahre 250. ↩
Dieser Brief ist verloren gegangen. ↩
